Gesunde-Sprossen.de - Das deutschsprachige Content-Portal über Vitamine, Sprossen und Keimlinge.

Sprossen und Keimlinge

Unter diesen beiden Begriffen, wahlweise auch Sprossengemüse oder Keimsprossen genannt, wird zusammengefaßt Gemüse bezeichnet, das sich in den Entwicklungsstufen vom Keimling zur Jungpflanze befindet. In diesen Stadien kann es roh und gekocht gegessen oder auch als Würzmittel verwendet werden. In Deutschlands Küchen führten die Sprossen lange ein Schattendasein. Auf dem Umweg über die asiatischen Rezepte und die Beliebtheit der asiatischen Speiselokale fanden sie auch hier wieder einen Platz.
Schon bei alten Kulturvölkern wie den Ägyptern und den Chinesen war offensichtlich die hohe Wertigkeit der Sprossen bekannt, denn es ist erwiesen, daß diese ein dort häufig verwendetes Lebensmittel waren.
Sprossen sind erwiesenermaßen neben den Algen die perfekte Quelle für Mineralien und Spurenelemente.


Während die Samen keimen, findet ein Umbauprozeß statt, der den Nährwert erheblich steigert. Der Einfluß von Licht, Luft und Wärme läßt den Gehalt an Eiweiß, Vitaminen und Ballaststoffen steigen. Zudem verbessert sich gleichzeitig die Qualität der Fette und der Proteine.
In den Sprossen finden sich in alphabetischer Reihung folgende Mineralien und Spurenelemente: Eisen, Fluor, Kalzium, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium und Zink.
Zur Sprossenzucht geeignet sind die Samen der bekannten Getreide wie Roggen, Weizen, Hafer, Mais, Reis, Gerste und Hirse sowie von Hülsenfrüchten wie Sojabohnen, Erbsen, Mungobohnen aber auch Pflanzen wie Rettichsamen, Senf, Kresse, Sonnenblumen u.a.
Es sind keine besonderen Fähigkeiten und Kenntnisse notwendig, um Sprossen selbst zu ziehen. Um zu verhindern, daß die Keimlinge von unerwünschten Keimen besiedelt werden, bzw. mit Chemikalien behandelt sind, empfiehlt es sich, stets Samen zu verwenden, die speziell zur Sprossenzucht vorgesehen sind. Reformhäuser und Naturkostläden, die ja in den meisten Städten inzwischen keine Exoten mehr sind, sind die richtige Adresse.
In der Vollwerternährung waren Keimlinge schon immer wichtig, man schätzte den hohen ernährungsphysiologischen Wert und nahm das etwas eigenbrötlerische Image in Kauf.


Erstaunlicherweise ist die Sprossenzucht der neueren Zeit aus den USA nach Europa gekommen. Ernährungswissenschaftler wie Ann Wigmore, Victoras Kulvinskas u.a. haben stets die Meinung vertreten, daß es nichts Wertvolleres für die Gesunderhaltung des Menschen gäbe.
Nach Meinung mancher Wissenschaftler, auch bei uns bekannterer als die obengenannten , tragen bestimmte Faktoren in den Sprossen sogar dazu bei, Krebserkrankungen unterstützend zu bekämpfen.
In Europa waren M. Bircher-Benner und Werner Kollath Propagandisten für "lebendige, lebensfrische" Nahrung.Die noch im Wachstum begriffenen Sprossen entsprechen diesen Kriterien.
Sprossen können natürlich fertig gekauft werden, da das Selbstziehen aber äußerst einfach ist, spricht alles dafür, den kleinen dafür notwendigen platz in der Küche freizumachen.
Ein einfaches Einmachglas, mit Gaze und Gummiband verschlossen, ist die billigste Methode, Sprossen zu züchten, es gibt aber auch eine Vielzahl von Keimgeräten im Handel zu kaufen. Das Grundprinzip ist stets das gleiche: der Samen wird in warmem Wasser vorgequollen und sprießt in ca. 5-6 Tagen. Ein warmer , heller Platz ist vonnöten und tägliches Spülen der Samen. Den gekauften Geräten liegen genaue Beschreibungen bei.
Die fertigen Keimlinge werden gründlich kalt abgespült und am besten kurz blanchiert.
Die einzelnen, obengenannten Samen bringen natürlich sehr unterschiedliche Geschmacksvarianten hervor:
- scharfe wie z.B. Kresse und Rettich, geeignet für herzhafte Gerichte
- lieblich-milde wie z.B. Weizen, Gerste, Hafer, geeignet besonders für Müslis
Natürlich bleibt der persönliche Geschmack ausschlaggebend, eine Zeit der kleinen Experimente verhilft dazu, die große Bandbreite der Sprossen zu erkunden.